Die vier durchlebte Phasen eines Yoga Anfängers

Yoga ist eine nie endende Reise auf der man sich und seine Umwelt bewusst wahrnimmt und Veränderungen klar beschreiben kann. Sowas höre und lese ich immer wieder. Nach über einem halben Jahr Yoga, ist Zeit mich selbst zu testen und zu beschreiben in welchen Phasen ich Yoga bisher durchlebt habe.

Als ich vor ca. 8 Monaten zufällig in eine Yoga-Stunde rutschte, entwickelte sich sofort eine gewisse Neugier. Wie konnte es möglich sein, dass der ca. 60 jährige Indische Yoga-Lehrer so gelenkig war? Was faszinierte die Menschen, wenn wir gemeinsamen das linke Nasenloch zudrückten und durch das rechte laut schnaubend ausatmeten? Was hatte es zu bedeuten, wenn 20 Menschen zusammen ein „Ooooooooommm“ tönen und keiner vor Peinlichkeit errötete?
Erfahrungskurve Yoga
Ich wusste also nichts und war dennoch von Anfang an sehr euphorisch bei der Sache. Ausgeprägtes Yoga-Wissen ist offensichtlich am Anfang auch gar nicht notwendig und so beschloss ich wenigstens regelmäßig zu üben – mindestens drei mal in der Woche.

Doch es stellte sich heraus, dass sich Yoga schwerer in den von Beruf dominierten Alltag einbauen lies als gedacht. Zwar war ich immer noch sehr euphorisch, doch musste ich – um Yoga besser im Leben verankern zu können – mehr über Yoga erfahren.

Also orientierte und informierte ich mich über verschiedenste Yoga-Arten und deren Bedeutungen. Als ich dann bei Ashtanga-Yoga hängen blieb, tätigte ich meine ersten Yoga-Einkäufe. Matte, Bücher, DVDs und alles was man glaubt haben zu müssen. In dieser Phase kommt der Internet-Affine Yoga-Anfänger auch auf den Gedanken einen Yoga-Blog zu starten.
Doch genau damit wird die einsetzende Phase der Ernüchterung noch weiter verstärkt. Plötzlich versteht man, dass Yoga für viele ein knallhartes Geschäft ist und wird mit befremdlichen Menschen konfrontiert, mit denen normalerweise keiner etwas zu tun haben möchte. In dieser Phase war auch an regelmäßige Yogastunden nicht zu denken.

Doch glücklicherweise kehrte in der zwanzigsten Woche die Motivation sich intensiver mit Yoga zu beschäftigen zurück. Euphorie, Wissen und regelmäßige Übungseinheiten stabilisieren sich nun auf einem gesunden und ausgewogenen Maß.

Nach überwundenen Hürden und vier durchlebten Phasen habe ich es endlich geschafft Yoga in meinem Alltag (und im Kopf) fest zu verankern.

4 Gedanken zu „Die vier durchlebte Phasen eines Yoga Anfängers“

  1. Interessant, was du so durchmachst! Ich denke, anfangs ist es am besten, nicht alles zu hinterfragen und erforschen zu wollen, sondern einfach sein Praxis zu machen und sich treiben lassen. Mit Yoga muss man auch nicht im kopf ankommen, sondern vielmehr im Herzen. deshalb mach paar asanas, geh regelmäßig in die Stunden und probiere aus, was Dir gefällt! Dann steigt auch das Wissen (vielmehr als Erkennen!) .

    Gut wenn du die Phase der ernüchterung durchlebt hast!! Jetzt gehts wieder aufwärts 😉 Du bist schon weiter, wie viele andere. Manche schaffen es nach 10 jahren nicht, Yoga in den alttag zu integrieren. Nicht einfach…

  2. wohl wahr, Yoga gehört eigentlich schon in frühen Lebensjahren so selbstverständlich wie Zähneputzen den Kindern beigebracht. Oder, Yoga in der Grundschule zur Ergänzung des Sportunterrichts. Dann klappt es auch mit der Alltagsintegration.

  3. Meine Kurven sehen etwas anders aus, denke ich. Aber die Phasen sind gar nicht so schlecht getroffen. Ich stelle mir vor, ich bin auch schon in der „Stabilisierung“ angekommen 🙂

  4. Das Hamburger Yogazentrum Hoheluft bietet dem interessierten Yogaanfänger auf seinen Webseiten ausführliche Tipps zum Kundalini Yoga und in seinem Zentrum in der Breitenfelder Str. 8A Kurse für alle Altersklassenan.

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